Was weiß das Internet über mich? (Aufgabe 6)

Ich wollte es immer vermeiden, dass irgendwelche Firmen, zu viele Daten über mich haben. Facebook und Co bin ich immer aus dem Weg gegangen und habe mich da nur angemeldet, um mit ein paar Freunden aus Amerika in Kontakt zu bleiben. Leider hat es google geschafft, mit ihrem enormen Angebot von kostenlosen Tools, mich zu überzeugen meine Daten anzugeben. Google weiß theoretisch alles über mich. Meine ganzen E-Mails laufen über Googlemail, meine Termine stehen im Googlekalender, alle möglichen geschäftlichen und privaten Dateien sind auf Googledrive. Ich surfe mit Google Chrome und verwende ein Googletelefon (welches z. B. weiß, wo ich arbeite). Google+ benutze ich nur gelegentlich, um mit meinen Kollegen einen interessanten Artikel zu teilen. Ich bin sehr gespannt, was die Analyse ergibt.

Zunächst einmal habe ich mich seit Langem wieder in Facebook eingeloggt. Wie zu erwarten gibt es da nicht viel zu sehen, außer das ich 10 neue Freundesanfragen habe, die ich erschreckender Weiße alle kenne und aus Deutschland sind (darunter mein Chef). Also hab ich mich lieber schnell wieder ausgeloggt und WolframAlpha die Analyse überlassen. Als statische Angaben ist nur mein Geburtstag und Name hinterlegt, ich habe 10 Freunde, welche zu 90% aus Texas kommen. Bei den Freundeinformationen kommt lediglich die Nachricht „no friend information available“.

Viel interessanter ist natürlich was Google über mich weiß bzw. den kleinen Anteil, den sie mir bereitstellen. Als Daten wird angegeben: mein Name, ein Pseudonym, meine Handynummer und 2 E-Mail-Adressen. Durch Google+ wird auch mein Geschlecht und Alter richtig „geschätzt“ und durch mein Internetverhalten meine Sprache. Die Interessen sind dagegen eher schlecht geschätzt: ganz oben wird American Football angegeben, wobei ich mir erst ein Football spiel angesehen habe. Einige Angaben treffen ganz gut wie „Computer und Elektronik“ bzw. „Dokumentationen und Sachfilme im TV“. Viele Interessen sind sehr schwammig formuliert wie „Eltern“, „Spiele“ und „Online-Videos“. Da sollte mich Google eigentlich besser kennen. Im Dashboard von Google werden die ganzen Dienste aufgelistet. Mein Konto ist mit ganzen 15 Apps und Websites verbunden. Ich habe 16 Google Analytics Profile, wobei da Profile von meinem alten Arbeitgeber drin sind, welcher mir eigentlich den Zugang verwehren sollte. Meine Handys werden aufgelistet und Chrome zeigt mir an, dass 245 Lesezeichen gespeichert sind und fertig zum Synchronisieren. Ich habe auch einen Drucker in „Cloud Print“, was auch immer das zu bedeuten hat. Gmail hat 5512 Konversationen aufgezeichnet aus Googlemail und Googletalk. Natürlich hat Google fein säuberlich all meine Kontakte, Videos und Bilder vom Handy kopiert. Was ich noch interessant fand, wahren meine 725 Suchanfragen in den letzten 20 Tagen.

Bleibt eigentlich nur noch der Bewerbungstest, also schnell meinen Namen in Google eingegeben. Anscheinend gibt es einen berühmten Architekten mit selben Namen, der anscheinend ähnliche Probleme hatte, denn seine komplette Stasi Akte ist im Internet zugänglich.

Es ist schon erschreckend, wie viel Google über mich weiß, erschreckend fand ich vor allem, dass meine Fotos von meinem Handy automatisch ins Internet kopiert wurden, ohne das ich dies wusste. Am gefährlichsten finde ich eigentlich die Speicherung all meiner Suchanfragen, daraus kann man so ziemlich alles ableiten was man über mich wissen will. Was beruhigend ist, dass nicht jeder an diese Daten herankommt und das die automatische Auswertung noch eher schlecht die Interessen und Daten schätzen kann.

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Sicherheit vs Freiheit (Aufgabe 2)

Überwachung von Menschen ist eigentlich schon ein alter Hut. Schon in alten Krimis sieht man, wie sich die Polizei bei Erpressungen in dem Haus des Opfers breitmacht und wartet, bis der Täter das angezapfte Telefon anruft. Die ganze Technik wird meistens umständlich in das Haus gebracht und die abgehörte Person ist anwesend und absolut damit einverstanden. Heute benutzt man hauptsächlich das Internet für den Datenaustausch, damit entstehen 2 Probleme:

  1. Das Internet vergisst nie
  2. Daten werden zentral gesammelt

Statt Daten von einer bestimmten Person abzuhören, kann man ja gleich von allen die Daten sammeln und auswerten. Verschiedene soziale Netzwerke wie Facebook und Google+ bieten ein riesiges Netzwerk aus Personen und deren Beziehungen. Jeder dieser Firmen hat ein sehr hohes Machtpotenzial um diese Daten zu nutzen. Wenn ich nun alle Daten sammeln will, muss ich mich nur noch mit den Firmen wie Microsoft, Google und Facebook Verträge abschließen und dem gläsernem Mensch steht theoretisch nichts mehr im Wege.

Wie kann unsere Gesellschaft einen sinnvollen Spagat zwischen Sicherheit und Freiheit im Netz machen. Ich denke man, muss dieses Thema von zwei Seiten betrachten. Die Menschen über das Internet aufklären und für Politik bzw. Firmen gewisse Benimmregeln aufstellen. Der Bürger sollte sich absolut bewusst sein, was er im Internet tut und welche Auswirkungen dies haben kann. Meiner Meinung haben Androhungen zu einem Amoklauf auch im Internet nichts zu suchen. Dafür sollte man schon Kinder die ihre ersten Schritte im Internet hat sensibilisieren. Man sollte gerade für private Tätigkeiten ein Pseudonym verwenden und nicht wie einige Politiker fordern, diese abschaffen. Anonymität ist ein Grundprinzip des Internets und würde man dies verbieten, würde man nur den „guten“ Internetbenutzern die Privatsphäre nehmen, denn für die „Bösen“ gibt es immer Möglichkeiten sich zu verstecken. Genau wie bei einer Hausdurchsuchung, wird es dem Staat vermutlich immer möglich sein, eine Onlinedurchsuchung durchzuführen. Allerdings sollte wie bei der Hausdurchsuchung mindestens eine richterliche Anordnung vorliegen. Der Staat sollte allerdings nicht in der Lage sein, Sicherheitslücken in einer Software auszunutzen, um an Daten zu kommen und Firmen daran hindern, die Sicherheitslücken zu schließen. Dies würde Anderen die Möglichkeit geben, an die Daten zu kommen (technische Hürden sind für mich kein Argument). Nicht nur der Staat, sondern auch die Firmen wie Facebook sollten gewisse Regeln befolgen. Klare Nutzungsbedingungen sollten dem Benutzer einer Software einen Überblick geben geben was mit seinen Daten geschieht.

 

tl;dr Benutzer sollten wissen, was sie im Internet tun und welche Spuren sie hinterlassen und Firmen/Staaten sollten gewisse Regeln befolgen müssen.